Am 11. Dezember 2025 wurde in der Urban Tech Republic (Berlin TXL) die Wanderausstellung „Wald im Haus – Holzbau in Berlin und Brandenburg“ eröffnet. Träger ist die AG Holzbauoffensive Berlin-Brandenburg gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie der Tegel Projekt GmbH. Der Landesbeirat Holz und das Holzbaucluster Berlin-Brandenburg haben die Ausstellung fachlich beraten und mit Inhalten versorgt: Das Herzstück bilden Projekte aus den Einreichungen zum Holzbaupreis Berlin-Brandenburg 2025.
Die Ausstellung übersetzt Holzbau in eine Form, die über die Fachcommunity hinaus funktioniert: Sie macht Qualität, Anwendungsbreite und baukulturelle Aspekte regionaler Holzbauprojekte sichtbar und schafft damit eine niedrigschwellige Grundlage für Gespräche in Kommunen, Verwaltungen und Bildungseinrichtungen. Zugleich ist „Wald im Haus“ ausdrücklich als Wanderausstellung angelegt: In den kommenden drei Jahren soll sie in öffentlichen Gebäuden in Berlin und Brandenburg gezeigt werden, etwa in Rathäusern, Schulen, Kitas oder weiteren öffentlich zugänglichen Orten. Damit richtet sie sich nicht nur an Fachpublikum, sondern auch an Holzbaulaien und Interessierte: Die Ausstellung soll Lust darauf machen, mit Holz zu bauen, in Holzbauten zu leben und Holzbau auch im Alltag von Kindern, etwa in Kitas und Schulen, als qualitätsvolle, zeitgemäße Bauweise wahrzunehmen.
Bei der Eröffnung setzten drei Beiträge klare inhaltliche Akzente: Christian Junge (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen) betonte in seinem Eröffnungsimpuls die Notwendigkeit, Holzbau „bildhaft“ und verständlich zu vermitteln, um Akzeptanz in der Breite zu stärken. Dr. Denny Ohnesorge, Vorstandsvorsitzender des Landesbeirats Holz Berlin-Brandenburg, ordnete Holzbau als regional umsetzbare Strategie ein und verband dies mit der Forderung, die vorhandenen Ressourcen stärker in regionale Wertschöpfung zu überführen, auch mit Blick auf das „Export-Paradoxon“ bei der märkischen Kiefer. Prof. Ulrich Schwarz (HNE Eberswalde) ergänzte die Perspektive um materialwissenschaftliche Einblicke und machte deutlich, welches Innovationspotenzial bereits im Rohstoff Holz selbst steckt – bis hin zu neuen Nutzungen von Rinde und bislang unterschätzten Holzarten.
Fotos: Holzbaucluster Berlin-Brandenburg
