Mit der geplanten Internationalen Bauausstellung (IBA) 2034–37 stellt Berlin die Weichen für die Stadtentwicklung der kommenden Dekade. Der Fokus des Senats liegt auf der „urbanen Transformation der gebauten Stadt“: Weiterbauen im Bestand, Umnutzung und Nachverdichtung, insbesondere entlang des S-Bahnrings und der Radialen.

Wir begrüßen diesen Fokus ausdrücklich, denn er benennt die drängendsten Aufgaben unserer Zeit. Doch wer die dichte Stadt transformieren will, muss auch die Frage nach dem „Womit“ beantworten.

Holzbau ist der Hebel beim Bauen im Bestand
Wenn die IBA demonstrieren will, wie Aufstockungen, Nachverdichtungen und Lückenschlüsse im laufenden Stadtraum funktionieren, ist der Holzbau die konsequente Antwort. Er liefert die baulichen und logistischen Lösungen für hochkomplexe urbane Herausforderungen: Das geringe Gewicht von Holzkonstruktionen ermöglicht Aufstockungen, der hohe Grad an serieller Vorfertigung verlagert den Bauprozess in die Werkhalle, was Bauzeiten, Verkehr und Baustellenlärm in den Quartieren drastisch reduziert.

Der Ressourcenschatz der Metropolregion
Wenn der Holzbau der Hebel für die Weiterentwicklung der gebauten Stadt ist, stellt sich bei einem Vorhaben in der Größenordnung der IBA unweigerlich die Frage nach dem Material. Hier verfügt die Metropolregion Berlin-Brandenburg über einen enormen, bisher zu wenig genutzten Ressourcenschatz: das Holz der märkischen Kiefer direkt vor unserer Haustür.
Um die IBA-Ziele in den kommenden Jahren verlässlich und klimagerecht umzusetzen, braucht es keine weiten Lieferwege. Der nachwachsende Rohstoff ist in der Region in Fülle vorhanden und die dazugehörige regionale Wertschöpfungskette existiert gleich mit dazu.
Zahlreiche Betriebe und Mitglieder unseres Netzwerks verarbeiten und veredeln die Kiefer seit Jahren erfolgreich zu Wohnraum.

Binden wir diese regionalen Potenziale klug in die Vorhaben der IBA ein, schließt sich der Kreis einer echten Bauwende: Wir schaffen den dringend benötigten Wohnraum im Berliner Bestand, speichern den Kohlenstoff langfristig in den Gebäuden, stärken die regionale Wirtschaft und stützen durch die nachhaltige Holznutzung den klimagerechten Waldumbau.
Die IBA 2034–37 hat den ehrgeizigen Anspruch, wegweisende Lösungen für die Stadt von morgen zu entwickeln. Um diese Pläne in die gebaute Realität zu übersetzen, steht der Landesbeirat Holz Berlin-Brandenburg mit der gebündelten Expertise seiner Mitglieder und Partner bereit. Wir freuen uns darauf, diesen Transformationsprozess zu begleiten und tatkräftig zu unterstützen.